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News zu Mobbing

Donnerstag, 23. Februar 2017
Mobbing-Opfer: Nicht entmutigen lassen!

Was vielen Betroffenen widerfahren ist und noch widerfährt, dass wünsche ich persönlich niemanden, nicht einmal den "Mobbern".

Natürlich sind die Gefühle der Opfer und die Wut oder der Ärger nachvollziehbar.

Aber stellt man sich durch schlechte Wünsche oder Hass Bekundungen nicht im übertragenen Sinne indirekt auf die gleiche Stufe der Täter?
Ich denke und wünsche allen Betroffenen ein größeres Bewusstsein und eine größere Sensibilität mit Menschen, also wie man mit Menschen mit Achtung und Respekt umgeht.

Das Leben ist viel zu kurz um sich nur noch mit der Vergangenheit zu befassen, das schadet sogar unter Umständen zusätzlicher der eigenen Gesundheit, ist es da nicht besser aus dem Mobbing auszusteigen oder das erlebte ab acta zu legen? Und für eine neue Zukunft zu leben?

Mobbing-Opfer sind keine schwachen Menschen, viele werden oder wurden gemobbt, weil sie halt zu gut waren im Beruf und sind!

"Vergeben" zu können, hilft vielleicht eher auf dem Weg im eigenen Herzen Frieden zu finden.

Entgegen landläufiger Meinung sind die Betroffenen keineswegs schwache, häufig kranke oder inkompetente Persönlichkeiten.
Im Gegenteil: Gerade die Fähigkeiten, Repressalien lange Zeit zu widerstehen, Autorität Widerstand zu leisten oder peinlich genau zu arbeiten und ein Immer-zur-Stelle-sein zeichnen die Opfer von Mobbing überproportional häufig aus.

In die Zukunft schauen, lassen sie wieder Freude und Sonnschein in ihr Herz, wie sagt man so schön, - nach Regen folgt auch wieder Sonnenschein!
Nutzen Sie Ihre Kraft und Fähigkeiten für einen neuen Anfang, egal wie alt man ist, es gibt immer viele Möglichkeiten, neues zu machen.
Zeigen Sie den Tätern oder den Ex-Arbeitgeber,- schaut her, mir geht es jetzt gut!

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, ja die Täter beobachten sehr genau was sie getan haben, sie sind sich ihrer Schuld bewusst, nichts kränkt sie mehr, als zu sehen oder zu hören, dass ihr Mobbing ins Leere gelaufen ist!
Klar, vergessen wird man das Erlebte nie, aber ist das ein Hinderungsgrund und zurück zu schauen?

Leben Sie ohne zu hadern in die Zukunft, dass wünsche ich alle Mobbing-Opfer, das Leben ist viel kurz um sein Leben den Tätern zu widmen, so denke ich.

Sehen Sie, uns wurde 1991 unser Sohn genommen, er wurde von einen Autofahrer totgefahren, klar sowas vergisst man nie, aber das Leben musste für uns weitergehen.

Wie sagte der Pfarrer zu uns, der Tot kennt leider kein Alter, wie wahr!

Was möchte ich Ihnen damit sagen, wir werden nie vergessen, aber wir hadern nicht mit unserem Schicksal, wir Leben dennoch glücklich und unbeschwert, wir reisen, wir lachen und freuen uns trotzdem auf jeden neuen Tag.

Klaus-Dieter May

© by www.mobbing-web.de / Klaus-Dieter May

Quelle: http://www.mobbing-web.de/mobbingwebde/mobbingopfer-nicht-entmutigen-lassen.php

Donnerstag, 23. Februar 2017
Mobbing ist eine der perversesten Verhaltensweisen, die ein Mensch an den Tag legen kann

Prof. Dr. Martin Maties, Universität Augsburg (01.02.2017: Sehr geehrter Herr May, ich freue mich sehr, dass Sie einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten.
Mobbing ist eine der perversesten Verhaltensweisen, die ein Mensch an den Tag legen kann. Es zielt allein darauf ab, dass sich ein Mensch schlecht fühlt. Hieraus zieht der Mobbende eine positive Emotion. Es handelt sich also um eine abnorme Verhaltensweise, die auf das Tiefste verurteilt werden muss. Die zivilrechtlichen Sanktionen (des Arbeitsrechts) sind, ebenso wie die strafrechtlichen Sanktionen (Strafbarkeit wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger) Körperverletzung, vorhanden. Hiervon muss in aller Schärfe Gebrauch gemacht werden. Leider liegt das Problem darin, dass viele Mobbingopfer sich nicht trauen, in die Öffentlichkeit zu gehen, da dies oftmals eher sensible Personen sind.

Man kann nur dazu aufrufen, dass sich Arbeitgeber – wie dies das Bundesarbeitsgericht fordert – schützend vor betroffene Arbeitnehmer stellen und die erforderlichen Maßnahmen (Versetzung, Abmahnung und Kündigung) treffen. Auch die Zivilcourage von Arbeitskollegen ist gefragt. Es ist sehr traurig, dass es Menschen gibt, die schlimmer als Kindergartenkinder (die es vielleicht nicht besser wissen), Spaß daran haben, andere Menschen zu quälen. Aber auch die Gesellschaft ist in der Verantwortung, sich kollektiv gegen Mobbingtäter zu wenden.

Es ist zudem erforderlich, dass eine Aufklärung stattfindet, dass es sich nicht um einen Spaß handelt, sondern dass Menschen psychisch und physisch geschädigt werden. Vielleicht kann bei einigen Tätern (denen nur die Erkenntnis fehlt) so ein Bewusstsein erzeugt werden umzudenken. Zwar kann man auf durch diese Vermittlung von Kenntnissen nur die Dummen erreichen und nicht die Bösen, jedoch ist dies trotzdem angezeigt. Zugleich kann man den non-helping-bystandern die Notwendigkeit ihres Aktivwerdens vermitteln.

Beste Grüße
Prof. Dr. Martin Maties
Universität Augsburg
Professur für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht sowie Methodenlehre
Universitätsstr. 24
86159 Augsburg

Quelle: http://www.mobbing-web.de/martin-maties.php

Dienstag, 24. Januar 2017
Krankschreibung durch Psychiater - nicht immer erste Wahl

Weil ich es gerade heute wieder praktiziert habe, ein kurzer Tipp zum Umgang mit Krankschreibungen durch den Facharzt für Psychiatrie.
In manchen Fällen (und bei manchen Arbeitgebern) ist es günstiger, eine AU vom Hausarzt vorzulegen.

Immer wieder höre ich, dass man als Patient doch „dazu stehen“ soll, dass man in psychiatrischer Behandlung ist und es deshalb auch kein Problem sein dürfe, wenn man eine Krankschreibung mit psychiatrischem Stempel beim Arbeitgeber abgibt.

Ich halte das für blauäugig. Vorurteile über und Vorbehalte gegen Menschen mit psychischen Störungen sind so weit verbreitet wie ehedem. Auch wenn der eine oder andere Arbeitskollege da nicht so denkt, muss das nicht für alle anderen zutreffen.

Ich gebe auch zu bedenken, dass die Verschwiegenheit der Personalabteilung zwar theoretisch verbindlich ist, man sich in der Praxis aber nicht darauf verlassen kann, dass nicht am Tag nach Abgabe der AU alle Mitarbeiter wissen, wer sie ausgestellt hat.

Natürlich gibt es auch Fälle, in denen es nicht nur egal, sondern sogar ratsam ist, die psychiatrische Krankschreibung zu präsentieren. Dies wird immer dann der Fall sein, wenn ich als Patient a) nicht an diesem Arbeitsplatz bleiben kann oder will und b) ich einen Zusammenhang zwischen der Arbeit und meiner Erkrankung betonen möchte.
In allen anderen Fällen aber braucht man neben dem Psychiater auch einen guten Hausarzt. Dann kann man, wie es einige meiner Patienten machen, mit meiner AU zum Hausarzt gehen, der dann seinerseits eine hausärztliche Krankschreibung mit identischer Diagnose (für die Krankenkasse) und einen hausärztlichen Stempel (für den Arbeitgeber) ausstellt.
In Fällen einer längeren AU durch den Hausarzt ist diesem meist ein Bericht des Facharztes wichtig, um die Länge der Krankschreibung gegenüber der Kasse rechtfertigen zu können.

Also im Zweifelsfall dran denken, den Hausarzt zu fragen, ob er diese Vorgehensweise mitmacht.

Peter Teuschel

Quelle: http://schraeglage.blog/krankschreibung

Sonntag, 8. Januar 2017
mobbing-web:Jahresrückblick 2016

Von Klaus-Dieter May/www.mobbing-web.de/30.12.2016

Für die Betroffenen hat sich auch 2016 wieder nichts geändert, es gibt zwar immer mehr Hilfsangebote von zahlreichen Vereinen, Mobbingopfer werden von diesen sehr umworben, aber Forderungen nach gesetzlichen Regelungen gegen Mobbing werden nicht unterstützt! Vereine, DGB und die Mehrheit der Politiker im Bundestag und in den Landtagen schauen weg und sind nicht bereit sich ernsthaft mit dem Thema Mobbing zu befassen. Googeln Sie mal, Sie werden KEINE Organisation finden, die aktiv Forderungen nach gesetzliche Regelungen gegen Mobbing unterstützen!

Es sind immer nur einzelne, wenige Bürger die gesetzliche Regelungen und ein Anti-Mobbing-Gesetz fordern. Wie zum Beispiel:

Dr. med. Argeo Bämayr, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie: „Die gesundheitlichen Folgen von Mobbing lassen sich in der griffigen Diagnose „Mobbingsyndrom“ beschreiben. Die Einteilung des Mobbingsyndroms in vier Stadien beendet das Chaos in der Diagnostik und erlaubt dadurch ein vereinheitlichtes Vorgehen für Therapeuten, Gutachter und die Justiz. Die Aufnahme der Diagnose „Mobbingsyndrom“ in die „Internationale Statistische Klassifikation der Krankheiten“ (ICD) ist ebenso dringlich zu fordern, wie die strafrechtliche Sanktionierung der psychischen Gewalt. Dabei ist die Gleichstellung der psychischen Gewalt mit der körperlichen Gewalt eine längst überfällige Aufgabe des Gesetzgebers.“

Dr. Peter Wickler (Ehemaliger Vizepräsident LAG Thüringen): „Es besteht ein unabweisbarer Bedarf für eine allgemeingültige Kodifizierung des Mobbingschutzes durch den Gesetzgeber. Die in der Justiz auf der Basis bestehender Rechtsnormen seit mehr als 10 Jahren in unterschiedlicher Weise angewendeten Mobbingschutzkonzeptionen und der im Jahre 2006 für Fälle des diskriminierenden Mobbings hinzugekommene spezialgesetzliche Mobbingschutz des AGG haben zu einer Zersplitterung der Rechtsschutzlage bspw. Rechtsschutzmöglichkeiten geführt. In der Frage der Mobbingbekämpfung darf es nicht nur bei bloßen Lippenbekenntnissen und Präventionsangebote bleiben. Der Gesetzgeber muss uns, seine Bürgerinnen und Bürger, beim Aufstellen von Mobbingschutzregeln auch alle gleich behandeln. Diese Gleichbehandlung ist mit Einführung des AGG nicht gegeben! Der Schutz vor Mobbing ist eine die ordnungspolitischen Interessen des humanitären Rechtsstaats, ebenso wie die fundamentalen Lebensinteressen des Einzelnen berührende verfassungsrechtlich in Art. 1 Abs. 1 Satz 2 GG vorgegebene Schutzaufgabe.“

MOBBING: niemals wegschauen!

Wie aktuell das Thema Mobbing ist, zeigen die Nachrichten über Mobbing am Arbeitsplatz, Cybermobbing, Mobbing in der Schule, Mobbing im Verein und Mobbing im Internet – bei uns und weltweit. Wir wollen das nicht hinnehmen! Alle Menschen müssen vor Mobbing und Diskriminierung geschützt werden,– bei uns und weltweit. Für Mobbing gibt es keine Rechtfertigung. Daher: niemals wegschauen!

Wer schweigt, macht mit. Wer Mobbing zulässt, stärkt es. Werden auch Sie aktiv gegen Mobbing, unterstützen Sie unsere Forderungen nach gesetzlichen Regelungen gegen Mobbing und beteiligen Sie sich an unsere Mitmach-Aktion „Stimmen und Gesichter gegen Mobbing“.

Klaus-Dieter May

www.mobbing-web.de – “NON PROFIT” Online-Bürger-Initiative seit 1999

www.mobbing-web.de steht allen Betroffenen, Vereinen, Selbsthilfegruppen, Unternehmen und Interessierten als Netzwerkzentrum zur Verfügung. Mobbing-web unterstützt staatliche Bemühungen gegen Mobbing, Diskriminierung und Gewalt, sowie Journalisten und Medien rund um die Themen Mobbing und Diskriminierung.

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Mobbing ist jegliche Form wiederholter, verbaler, psychischer oder körperlicher Belästigung durch einzelne oder mehrere Personen.
Für Mobbing gibt es keine Rechtfertigung. Daher: niemals wegschauen!

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NEU seit 03.02.2017:

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